Projekte

Seit Gründung im Jahr 2011 finanziert Suizos PRO Indios Projekte in Guatemala. Gut ausgebildete, einheimische Ordensschwestern stehen uneigennützig im Dienste extrem armer Indigenen, Vertriebenen und Flüchtlingen. Die Projekte, die stetig zunahmen, sind nachfolgend pro Standort kurz beschrieben:

in Guatemala Stadt (Hauptstadt):
  • Am Rande der Elendsviertel unterhalten die Schwestern eine Tagesstätte für Strassenkinder. Die 3- bis 5jährigen Kinder erhalten eine Tagesstruktur, die sie vor dem Abgleiten in die Kriminalität schützt. An diesem sicheren Ort vermitteln ihnen die Schwestern das nötige Selbstvertrauen ins Leben und reichen ihnen mittags ein nahrhaftes Essen;
  • Unter den Kindern gibt es nicht selten solche, die als besonders begabt erkannt werden und nach Einschätzung der Schwestern im Schuleintrittsalter in eine gute Schule (Colegio) platziert werden sollten. Aktuell finanziert Suizos PRO Indios ein Stipendium für 18 Buben und Mädchen, die als unbedingt förderungswürdig eingestuft werden.

in San Juan Sacatepéquez (ca. 40 km von der Hauptstadt entfernt)
  • unterhalten die Schwestern eine Tagesstätte für 4- bis 5jährige Kinder aus verwahrlosten Verhältnissen. Die Kinder erhalten das nötige Rüstzeug, um nachher in die Volksschule eintreten zu können. Den oft unterernährten Kindern wird mittags ein nahrhaftes Essen gereicht;
  • händigen die Schwestern an Werktagen ein Mittagslunchpaket an Bedürftige aus;
  • führen die Schwestern ein Nähatelier für Mütter, um deren Eigenständigkeit zu fördern. Die Mütter nähen Kleider und Taschen und besticken traditionelle Textilien für ihre Familien oder auf Bestellung;
  • wird den Müttern in regelmässigen Workshops Wissenswertes zu Gesundheitsvorsorge, Hygiene und Ernährung vermittelt;
  • erhalten Primar-,  Sekundar- und Berufsschüler sowie Studierende an einer höheren Schule die nötige finanzielle Unterstützung. Die Kinder und Jugendlichen stammen alle aus mittellosen Familien.

in San Jerónimo Chuaxán Sacatepéquez (Nachbardorf von San Juan)
  • unterhalten die Schwestern einen (werktäglichen) Mittagstisch für rund 200 teils unterernährte Kinder;
  • bietet eine 24h-Anlaufstelle den Menschen aus dem Dorf und der näheren Umgebung die Möglichkeit, ihre vielfältigen Probleme an die Schwestern heranzutragen.

in El Naranjo (an der Grenze zu Mexiko)
  • engagieren sich die Schwestern aktiv sowohl bei der Betreuung der nach den USA emigrierenden Guatemalteken sowie bei der Versorgung der dort massenhaft durchziehenden Flüchtlinge aus den mittelamerikanischen Ländern;
  • betreuen und versorgen die Schwestern 100 vertriebene Familien, die im Jahr 2017 aus ihrem Dorf Laguna Larga ausgewiesen wurden und seither unter Zeltblachen und Bretterverschlägen darauf warten, dass sie der Staat entschädigt.

IGER (= Guatemaltekisches Institut für Ausbildung via Rundfunk)
Die seit 1979 landesweit bestehende Ausbildungsmöglichkeit wird Tausenden von Menschen mit geringer bis gar keiner Schulbildung angeboten. Der Fernunterricht wird seit vielen Jahren von den mitwirkenden Schwestern uneigennützig mitgetragen; er richtet sich an lernbegierige Menschen, welche in abgelegenen Dörfern ohne Strom leben. Das Angebot umfasst verschiedenste mehrjährige Ausbildungsstufen und -gruppen. Mit Hilfe eines Transistorradios verbinden sich die Begleitenden mit den Lernenden. Die stetig zunehmende Nachfrage von Lernwilligen hat die Schwestern veranlasst, die Anzahl Begleitender in der Region Péten zu erhöhen und zwei zu entlohnende Lehrerinnen zu engagieren. Seit dem Jahr 2020 übernimmt Suizos PRO Indios die Lohnkosten für diese zwei Lehrerinnen.

Impressionen aus den Projekten

Mithelfende Mütter in der Küche beim Zubereiten des Mittagessens.
Geschützt im Hort erleben die Strassenkinder unbeschwertes Kindsein.
Auch Mütter wollen lesen und schreiben lernen.
Die frisch ausgebildete Nählehrerin als kritische Beobachterin.
Sie freut sich sichtlich an der neuen elektrischen Nähmaschine.